Antonia Stängl
Aufwachsen im Gleichgewicht

Erfahrungen und Berichte

Ergebnis - Flipchart von einem SpielRaum-Elternabend:


Feedback einer Mutter nach einer Begleitung in den ersten Lebensmonaten:

Christian ist sozusagen mit Deiner Begleitung aufgewachsen. Er hat sicher am meisten davon profitiert. Er ist meisten sehr ausgeglichen, ich weiß genau, dass das Weinen ein wichtiger Faktor im Abbau seiner Emotionen ist und ich ihn dabei in Liebe begleiten kann. (-Auch wenn ich nicht immer die innere Ruhe dafür habe.) Im Umgang mit Christian geht es mir viel besser als mit den anderen zwei Kindern (in diesem Alter). Speziell bei meinem älteren Sohn Leo habe ich da einiges falsch gemacht. Ich habe ihm die nötigen Grenzen schon als Baby nicht gesetzt und ihn immer mit mir herumgeschleppt. An diesen "Sünden" leidet die Beziehung zwischen Leo und mir noch heute. Bezüglich dieser speziellen Beziehung (zwischen Leo und mir) gibt es noch Schwierigkeiten. Um dies gänzlich in Griff zu bekommen müsste ich wahrscheinlich noch länger betreut werden, da diese Fehler auch schon länger bestehen. Ich falle leider immer wieder in meine alten Muster zurück.

Die wesentlichsten Impulse waren sicherlich über den Umgang mit Babys. Es ist mir sehr bewusst gemacht worden, dass Babys vollkommene Wesen sind. Als Mutter neigt man dazu alles für seine Kinder zu opfern ( zumindest bei mir ist das so). Ich habe gelernt, dass ich auch meine Wünsche dem Baby klar machen kann, ohne dabei eine schlechte Mutter zu sein. Im Gegenteil denn das Kind lernt von Anfang an, dass man im Zusammenleben mit Menschen auch deren Wünsche anzuerkennen hat. Ein wichtiger Impuls war auch, den Kindern zuzutrauen, selbständig zu sein, auch als Baby schon ( so weit als möglich). Ich lasse den Christian am Boden spielen und er kann sich sehr gut mit sich selbst beschäftigen. Andere haben oft ein Problem damit, ihn da so alleine liegen zu sehen, weil sie glauben Babys brauchen ein rundum Betreuung. Ich bin auch sehr froh, dass ich mich im Zuge von mehreren Gesprächen dazu durchgerungen habe Christian keinen Luller zu geben.

Es ist sehr angenehm das Gefühl zu haben, jemanden beiseite gestellt zu haben, der nicht wertet und sehr kompetent ist. Wie oft habe ich schon von verzweifelten Müttern gehört die sich ziemlich allein gelassen fühlten mit ihren schreienden Babys.

Ich danke sehr herzlich für die Betreuung. ! ! ! !


Liliana (alle Namen in diesem Beitrag wurden verändert)


Von einer Freundin, die ich viele Jahre mit ihren Kindern begleitet habe:

Du hast mir über die Jahre sehr mit deiner Klarheit geholfen. Wo beginnen "Spielchen" zwischen mir und meinen Kindern und wo nicht. Was ist ein echtes Bedürfnis vom Kind, was ist meines und was nicht. Wo versucht mein Kind etwas anderes mit eigenartigen Verhaltensweisen zu kompensieren und wo tue ich mit und steige ein.

Ich habe mich immer sehr unterstützt von dir gefühlt, weil ich wusste, ich kann mit jedem Anliegen, das sich für mich zwischen mir und meinen Kinder ergeben hat, zu dir kommen und du begleitest mich bis zu einer Lösung bzw. möglichen Lösung. Auf jeden Fall ist immer für mich etwas herausgekommen, was ich sofort umsetzen konnte, was mir weitergeholfen hat und was mir das Verhalten von meinen Kinder und teilweise auch von mir erklärt hat.

Du hast mit deiner Art und Weise mit deinen Kindern zu sein viele neue Aspekte in mein Leben damals mit dem Florian vor fast 15 Jahren gebracht:

  • Babys sind Menschen und es gibt auch für sie eine entspannte, vorbereitete Umgebung, auf die sie reagieren. Und so war es damals für mich sehr spannend und überlebensnotwendig, herauszufinden, wie reagiert Florian worauf.
  • Es ist okay, wenn Kinder weinen. Und ich kann sie dabei begleiten. Kinder haben intensive Gefühle und ich bin ihnen nicht ausgeliefert und muss auch nicht alles dafür tun, dass sie aufhören.
  • Er hat Grenzen und ich auch. Und in weiterer Folge wie setze ich liebevoll und offen Grenzen. Welche Themen spiegeln mir meine Kinder, was schwingt bei mir mit durch ihr Verhalten ausgelöst und was heisst es dann, nicht einzusteigen, erwachsen zu sein und klare Grenzen zu setzen.
  • Ein entspanntes Zusammensein mit meinen Kinder ist möglich. Auch kleinste Babys arbeiten mir mir zusammen, geben Zeichen und ich kann sie in ihrer Möglichkeit selbstständig sein lassen

Vielen Dank für Deine Begleitung,


Sanne